
In diesen Tagen ist unsere Hilfe mehr als benötigt von den rund drei Millionen Überlebenden in Haiti, die unter der Erdbebenkatastrophe und ihren schrecklichen Nachwirkungen zu leiden haben. Bitte helfen auch Sie, das Leid zumindest zu lindern.
Leider gibt es auch angesichts einer so unfassbaren Katastrophe Menschen mit soviel krimineller Energie, dass sie sich nicht scheuen, die Spendenaufrufe für die Erdbebenopfer für ihren persönlichen Profit zu missbrauchen. Geben Sie deshalb Acht, dass Ihre Spende, die wirklich dringend benötigt wird, auch in den richtigen Händen landet.
Sollten Sie eine e-Mail erhalten mit einer Spendenaufforderung und einem integrierten Link, dann spenden Sie nicht über diesen Link, auch wenn er von einer offiziellen und seriösen Hilfsorganisation zu stammen scheint wie dem roten Kreuz oder dergleichen. Sie haben dann unter Umständen keinerlei Kontrolle darüber, ob der Link dann nicht direkt oder indirekt in das Portmonnaie eines Betrügers führt.
Gehen Sie stattdessen lieber direkt auf die Website der betreffenden Hilfsorganisation und spenden Sie über deren Link. Wenn Sie hier eine Einzugsermächtigung erteilen und Ihre Bankverbindung angeben, achten Sie darauf, dass es sich um einen gesicherten Link handelt. Sie werden in der Regel einen entsprechenden Hinweis darauf erhalten und/oder sehen ein kleines Schloss in der Statusleiste Ihres Browsers. Natürlich können Sie sich auch von der Organisation telefonisch deren Bankverbindung für die Spende aufgeben lassen und dann, wie gewohnt, einen Überweisungsauftrag erteilen.
Absolute Vorsicht und Zurückhaltung ist geboten, wenn Sie aufgefordert werden, über die Western Union mittels Bargeldtransfer zu spenden. Die Western Union ist der führende Anbieter von weltweitem Geldtransfer. Sie können dort Geld einzahlen, das die Bank dann direkt in bar an den Empfänger auszahlt, und zwar auch im Ausland. Das ist eigentlich eine schlaue Sache, nur ist dieser Service auch ungemein kostenintensiv. Auch wenn Eile bei den Spenden geboten ist, werden seriöse Hilfsorganisationen diesen teuren Service deshalb nicht in Anspruch nehmen.
Stellen Sie ferner sicher, dass Sie einen Beleg für Ihre Steuererklärung aufbewahren. Wie Bundeskanzlerin Merkel während der gestrigen ZDF Spendengala verkündet hat, sollen die Finanzämter angewiesen werden, die Haiti Spenden unbürokratisch zu handhaben, damit die Bürger für ihre Hilfsbereitschaft zugunsten der Haiti Opfer nicht über Gebühr belastet werden. Möglicherweise wird deshalb auch die Katastrophe in Haiti zu den Ausnahmefällen gehören, wo mittels einer Ausnahmeregelung der vereinfachte Nachweis mit einem Bankbeleg ausreicht für die steuerliche Anerkennung durch das Finanzamt. Dennoch sollten Sie von Ihrer Seite sicherstellen, dass die Voraussetzungen für die steuerliche Absetzung gegeben sind. Denn das kann für Sie immerhin bedeuten, dass der Fiskus Ihre Spende bis zu 42 Prozent des Spendenbetrags mitfinanziert - zumindest indirekt in Form einer Steuerersparnis.
Bei Spenden bis 200 Euro reicht in jedem Fall ein Einzahlungsbeleg, der Kontoauszug oder abgestempelte Überweisungsträger, aus dem der Spendenbetrag und der Empfänger hervorgeht, damit das Finanzamt diese Spende anerkennt.
Für Spenden für 200 Euro und darüber benötigen Sie eine Zuwendungsbescheinigung, es sei denn, wie bereits oben erwähnt, dass es für diesen speziellen Fall Haiti eine Ausnahmegenehmigung gibt. Diese Zuwendungsbescheinigung erhalten Sie von dem Empfänger Ihrer Spende, sobald Ihre Geldspende eingegangen ist. Sie erleichtern Sie die korrekte Zuordnung Ihrer Zahlung, indem Sie Ihre komplette Adresse in das Überweisungsformular eingeben.
Für Ihre Hilfsbereitschaft danken wir Ihnen von ganzem Herzen!

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